Samstag, Dezember 14, 2019

Projekt Schrankregal

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Ein Schrankregal für den Hauswirtschaftsraum

In unserem Hauswirtschaftsraum hing ein kleines altes Regal an der Wand. Dieses Regal war ein sehr einfaches und mehrfach umgebautes Möbelstück, das zudem den vorhandenen Platz nicht optimal nutzte. Deshalb sollte ein größeres und an die Platzverhältnisse angepasstes Regal gebaut werden. Für die Zeichnung verwendete ich diesmal nicht die 3D-Software SketchUp sondern wieder Lineal und Bleistift. Dadurch habe ich sehr viel Zeit eingespart. Da SketchUp kein parametrisches 3D-Programm ist, kann ich dort auch keine Maßangaben etc. automatisch erzeugen lassen. Es bringt mir leider keinen zeitlichen Nutzen, im Gegenteil, ich benötige viel mehr Zeit.

FertigungszeichnungHier ist meine Skizze, einschließlich der Bemaßung dargestellt. Darüber hinaus ist hier auch der Schnittplan für den Zuschnitt des Holzes dokumentiert. Als Baumaterial habe ich Fichtenholz in der Stärke 18 mm verwendet.

Das verwendete Leimholz neigt zum Verziehen. Deshalb habe ich die Türen jeweils oben und unten quer zu den Lamellen mit Hirnleisten versehen. Ich finde, das ergibt auch einen besseren optischen Eindruck.

Zunächst habe ich aus einer 8 mm dicken MDF-Platte eine Frässchablone für die geschwungenen Seitenteile hergestellt. Durch das Fräsen wird eine bessere Linienführung an den Schnittkanten als bei Verwendung der Bandsäge erreicht. Auf den nächsten Bildern sind die Frässchablone und das erste grob zugeschnittene Seitenteil zu sehen.

FrässchabloneZuschneiden der Seitenteile

Nun werden die an der geschwungenen Kante grob zugesägten Seitenteile gefräst. Dabei wird für die erste Seitenwand die Frässchablone benutzt, für die zweite Wand dient die fertig gefräste Seitenwand als Schablone. Damit ist gewährleistet, dass beide Seitenwände exakt gleich sind.

Fräsen mit Frässchablone Fräsen mit Seitenwand als Frässchablone

Nachdem die Seitenwände gefräst sind, werden die Lochreihen für Einlegeböden der oberen und unteren Regalteile mittels Bohrschablone gebohrt. Die vorderen Bohrlöcher des oberen Teils nehmen später auch die innenliegenden Teile der Schrankscharniere auf.

Bohren der Lochreihen fertige SeitenwandDie Trennplatte zwischen Schrank- und Regalteil wird unter Verwendung von Flachformdübeln eingeleimt. Auch für die Verbindungen des Oberteils und der Bodenplatte werden Lamellodübel eingesetzt.

Verleimen des Korpus verleimter Korpus

Auf den oberen Bildern steht der Regalschrank auf dem Kopf. Als Anschlag für die Türen wurde im Oberteil eine Leiste angeleimt. Nun werden die Hirnleisten an die Türen geleimt.

Fräsen der Schlitze für die Dübel Verleimen der Hirnleisten

Wie man sieht, passen die Türen. Sämtliche kannten an dem Möbelstück wurden mit der Kantenfräse mit einem Profil versehen.

Schrank mit Türen Arbeit mit der Kantenfräse

Anschließend werden die Löcher für die Topfscharniere und die Türgriffe in die Türen gebohrt. Die Türen werden probeweise angebaut.

Tür mit Topfscharnier Schrank vormontiert 

Hier ist der Schrank vormontiert zu sehen. Es fehlt noch die Rückwand, welche im nächsten Bild angenagelt wird.

Annageln der Rückwand komplettes Schrankregal

Nun werden noch die Schrankanhänger und die Türgriffe angebaut. Das Schrankregal wird buchefarben gebeizt und lackiert. Auf den nächsten Bildern ist es an seinem Bestimmungsort zu sehen.

fertiges Schrankregal fertiges Schrankregal